Johanniskraut - die bekannteste Mittsommerpflanze

Johanniskraut ist die bekannteste der Mittsommerpflanzen. Sogar der Name stammt vom Johannitag, dem 24. Juni ab.


So können wir auch rund um den Johannitag die leuchtend gelben Blüten des Johanniskraut leuchten sehen. Es wächst an Wegrändern, lichten Gebüschen, Böschungen. Und in diesem Jahr sogar reichlich!

Das Johanniskraut nimmt die ganze Sonnenkraft in ihre Blüten auf, um diese dann (im Winter) an die Menschen abgeben zu können. Es bringt wärmende Sonnenstrahlen in depressive Gemüter. Das wußte bereits Paracelsus und wird von der heutigen Schulmedizin bestätigt.
Die Hauptanwendungsgebiete des Johanniskraut sind Depressionen, aber auch Muskel- und Nervenschmerzen, Kopfschmerzen, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Wunden, Verbrennungen, Ekzeme, Narbenschmerzen und trockenen Haut lassen sich mit Johanniskraut behandeln. Schon die alten Namen, die Volksnamen, zeugen von den oben genannten Einsatzgebieten des Johanniskraut: Blutkraut, Frauenkraut, Jesuswundenkraut, Wundkraut sind nur einige davon.

Johanniskraut wird am häufigsten als Öl für die äußere Anwendung eingesetzt, innerlich als Tee. Jedoch eignet es sich ebenfalls als Tinktur oder Salbe. Johanniskrauttee setzen wir bevorzugt gegen Depressionen ein. Hilfreich ist er aber auch bei Schlaflosigkeit und Nervosität oder einfach zur Nervenstärkung. Johanniskrautöl wird für die äußere Anwendung empfohlen, z.B. bei Muskel- und Nervenschmerzen und bei jeglicher Art von Hautbeschwerden. Allerdings bietet sich das Öl auch dazu an, im Winter ganz selbstverständlich als Salatöl oder für andere Speisen zu verwenden. So bringen wir uns im Winter ganz einfach die Sonnen ins Haus und ins Gemüt! Schon erkennbar an der wunderbaren roten Farbe des Öls!

Achtung! Nebenwirkungen und Wechselwirkungen! Johanniskraut macht lichtempfindlich! Bei der Anwendung von Johanniskrautpräparaten kann es verstärkt zu einem Sonnenbrand kommen! Auch kann die Wirkung einiger Arzneimittel abgeschwächt werden (immunsupressive Medikamente, AIDS Medikamente, Antibiotika, Antidepressiva, Herzglycoside, Gerinnungshemmer, manche Antiepileptika. Auch besteht der Verdacht (der allerdings wissenschaftlich noch nicht bestätigt ist), dass Johanniskraut die Wirkung der Pille herabsetzen kann. Wenn sie also starke Medikamente einnehmen, sprechen sie vor der Einnahme von Johanniskraut unbedingt mit ihrem Heilpraktiker oder Arzt!