Der Huflattich - ein wunderbares Hustenkraut

Der Huflattich ist eine uralte Pflanze der Volksheilkunde, wurde allerdings apothekenpflichtig und ist aus den Kräuterhandlungen und von den Märkten verschwunden. Die Heilwirkungen des Huflattich sind vielfältig und seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde überliefert, seine Inhaltsstoffe stehen nun jedoch in Verdacht krebserzeugend zu sein.


Untersuchungen einer Wiener Pharmazeutin belegen allerdings, dass die krebserzeugende Wirkung maximal auf ältere Pflanzen zu beschränken ist. Deshalb empfiehlt sich die Anwendung mit jungen Pflanzen.

Magisches
Pferde gewinnen ein feurig dynamisches Aussehen, wenn die Blüten unter ihr Futter gemischt werden. Aus diesem Grund haben Pferdehändler ihren Tieren die Blüten gefüttert, bevor sie verkauft werden sollten. Wer ich mit den Blättern das Gesicht abreibt, bekommt Sommersprossen.

Heilwirkung des Huflattich
Huflattich ist eine klassische Schleimstoffpflanze. Sie legt eine dünne Schleimschicht über entzündete Schleimhäute der Lunge. Der Huflattich gehört in den klassischen Brusttee, den man bei krampfartigem Husten und Bronchitis verabreicht. Als Tee verwendet, ist der Huflattich ebenso hilfreich bei allen Lungenleiden (wie Lungenemphysem und Staublunge) wie bei Drüsenschwellung und Heiserkeit.

Der Huflattich ist bereits seit langer Zeit ein gutes Heilmittel für Kinder mit Hautausschlägen, chronischem Schnupfen, chronischem Husten oder chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen. In solchen Fällen sind Huflattichkuren mit dem frischen Pflanzensaft im Frühjahr und dem Blattpulver im Herbst hilfreich. Als Hustenstiller haben sich Mischungen mit Spitzwegerich und Königskerze bewährt, aber auch mit Eibisch oder Lungenkraut.

Äußerlich kann man Hautentzündungen, die sich heiß anfühlen mit Huflattichblättern kühlen. Besonders bewährt hat sich dies bei Krampfadern und Unterschenkelgeschwüren. Auch zur Fiebersenkung werden Huflattichblätter als Brustwickel eingesetzt.

Als Räucherung kann man die getrockneten Blätter zum Reinigen von Räumen und der Lunge verwenden. (Raucher können das getrocknete Kraut auch direkt rauchen).

Wer an Magnesiummangel leidet, sollte den Huflattich in seinen Speiseplan einbauen! Die jungen Blätter können wie Kohlblätter verwendet werden (Krautwickel).

Indianer trocknen und verbrennen die Huflattichblätter und stellen aus der Asche einen Salzersatz her. Dieser schmeckt zwar anders als Tafelsalz, ist aber durch seinen hohen Kaliumgehalt sehr gesund.